Gehören Systeme aus Edelstahl in der Bioprozesstechnologie bald der Vergangenheit an?

Inline forged

Die Single-Use-Technologie wird als die neueste und vielversprechendste Entwicklung im Bioprozessbereich gepriesen, die innerhalb kurzer Zeit Edelstahl als Material der Wahl in der Bioprozessindustrie ersetzen wird. Aber stimmt das auch? Oder könnten mit einer Abkehr vom Edelstahl sogar Nachteile verbunden sein? Marc Pelletier, Director des US-amerikanischen Biotech-Unternehmens CRB, und Mark Embury von ASEPCO, ein Geschäftsbereich der Watson Marlow Fluid Technology Group (WMFTG), der kürzlich das ASPECO Inline-Ventil mit freiem Durchgang auf den Markt gebracht hat, diskutieren in einem heute veröffentlichten Artikel, ob Systeme aus Edelstahl schon bald der Vergangenheit angehören könnten.

Single-Use-Technologien bieten erhebliche Vorteile insbesondere durch das Vermeiden von Kontamination weil eine Reinigung nicht mehr nötig ist. Dies ist besonders wichtig, um die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen – ein wesentlicher Gesichtspunkt im Bioprozessbereich. Auch die Vorlaufkosten sind deutlich niedriger als beim Einsatz von Edelstahlkomponenten, dies führt beim Redesign von bestehenden Prozessen ebenfalls zu geringeren Kosten. In Westeuropa gab mehr als die Hälfte der im Rahmen einer Studie befragten Bioprozessexperten an, sie erwarteten, dass innerhalb von fünf Jahren eine ausschließlich aus Single-Use-Komponenten bestehende Anlage in Betrieb genommen wird. Das Marktvolumen im Single-Use-Prozessbereich in Europa bis 2024 wird dabei auf 2,09 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Single-Use-Systeme bergen jedoch ihre eigenen Herausforderungen. Während die Vorlaufkosten niedriger sind, können durch den stetigen Austausch von Komponenten erhebliche Kosten  für das Verbrauchsmaterial entstehen. In der Studie wurden als wichtigste Gründe für den Verzicht auf Single-Use-Komponenten in Europa die Kosten sowie Bedenken hinsichtlich Leachables und Extractables genannt. Auch die Skalierbarkeit von Prozessen bleibt ein Thema. Für Bioprozesse in einem größeren Produktionsmaßstab bietet daher wohl Edelstahl aktuell immer noch die besten Möglichkeiten. Bedenken in der Branche treffen auch auf einen wachsenden Druck von außerhalb hinsichtlich Nachhaltigkeit von Single-Use-Produkten von Single-Use-Produkten.

Könnte die Abhängigkeit von einem einzigen Systemtyp darüber hinaus Entwicklungspotenziale im Bioprozessbereich begrenzen? In dem vorliegenden Artikel erörtern Marc Pelletier und Mark Embury ihre Erfahrungen mit Bioprozessanwendungen und diskutieren die jeweiligen Vorteile und Grenzen von Edelstahl- und Single-Use-Systemen. Laden Sie den Artikel herunter und lesen Sie die neuesten Informationen von unseren Branchenexperten.

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